Formloser Antrag für den Nachteilsausgleich Sekundarstufe I (Oberschule, Realschule, Gymnasium bis Klasse 10)

Nachteilsausgleich – PDF

Empfänger/Ansprechpartner und Schulform prüfen – dann PDF erstellen.

0. Fall auswählen (Pflicht)

Bitte zuerst die Beeinträchtigung auswählen. Danach werden die restlichen Felder freigeschaltet.

1. Variante

2. Absender

3. Empfänger

4. Ort & Datum

5. Angaben

6. Maßnahmen (Mehrfach)

7. Unterlagen (optional)

8. Zusatz (optional)

Hinweis: Prüfe kurz Empfänger/Ansprechpartner und Schulform. Dann PDF erstellen.
Code eingeben

Code eingeben → dann erneut auf „PDF herunterladen (1 €)“ klicken.

Bitte erst den Code eingeben, dann erneut auf „PDF herunterladen (1 €)“ klicken.
Drucken ist gratis. PDF-Download: 1 € (Code).
Schule & Bildung

Formloser Antrag für den Nachteilsausgleich – Sekundarstufe I (bis Klasse 10)

In der Sekundarstufe I (Oberschule, Realschule, Gymnasium bis Klasse 10) wird Nachteilsausgleich oft strenger betrachtet als in der Grundschule, weil Leistungsnachweise häufiger und vergleichbarer werden. Der Grundsatz bleibt aber gleich: Nachteilsausgleich schafft faire Bedingungen – ohne die Anforderungen zu senken.

Entscheidend ist nicht das Etikett (z. B. ADHS, Autismus, LRS, Dyskalkulie), sondern die konkrete Auswirkung auf Unterricht, Arbeitsorganisation und Leistungsnachweise. Nachteilsausgleich ist zielgleich – kein Bonus.

Nachteilsausgleich oder Notenschutz – das ist nicht dasselbe

Nachteilsausgleich betrifft Rahmenbedingungen (z. B. Zeit, Pausen, Raum, Struktur). Notenschutz betrifft Bewertung (z. B. Rechtschreibung wird in bestimmten Fächern nicht oder geringer gewichtet). Notenschutz ist je nach Bundesland gesondert geregelt und wird häufig nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt.

Beispiel Berlin (Sek I): Maßnahmen des Nachteilsausgleichs werden geregelt; Notenschutz bei stark ausgeprägten Schwierigkeiten im Lesen/Rechtschreiben ist möglich, aber an Verfahren und Entscheidung gebunden.

Was Schulen in Sek I typischerweise prüfen

In der Praxis achten Schulen vor allem auf drei Dinge:

  • Auswirkung: Worin besteht der Nachteil konkret (Zeit, Reize, Lesen/Schreiben, Struktur, Stress)?
  • Passung: Welche Maßnahme gleicht genau diesen Nachteil aus?
  • Zielgleichheit: Die fachlichen Leistungsanforderungen bleiben bestehen (keine Absenkung).

Genau das ist auch der Kern vieler offizieller Handreichungen: Unterstützung so gestalten, dass Fähigkeiten unter den gestellten Anforderungen gezeigt werden können – ohne Anforderungsreduzierung.

Übliche Maßnahmen in Sek I (praxisnah)

In Sek I funktionieren Maßnahmen am besten, wenn sie konkret, prüfungsfest und für Lehrkräfte leicht umsetzbar sind. Nimm lieber 2–4 passende Maßnahmen statt „alles“.

Häufig bewährte Maßnahmen

  • Zeitverlängerung bei Klassenarbeiten/Tests (z. B. +25% / +50%)
  • kurze Zusatzpausen oder flexible Pausenregelung
  • reizreduzierter Raum / ruhiger Arbeitsplatz (wenn Ablenkung/Reizüberflutung das Hauptproblem ist)
  • strukturierte Aufgaben: klare Teilschritte, eindeutige Formulierungen
  • Vorlesen/Erklären der Aufgabenstellung (ohne inhaltliche Hilfe) – wenn Lesen der Engpass ist
  • zugelassene Hilfsmittel (nur wenn schulrechtlich zulässig)

Sek I ist auch dort kritisch, wo viel gelesen/geschrieben wird (z. B. Fremdsprachen, Fachtexte). Deshalb ist „Passung“ entscheidend: Maßnahme muss das konkrete Nadelöhr treffen.

So läuft es in der Praxis ab – und was du unbedingt sichern solltest

Der genaue Ablauf hängt vom Bundesland ab – typischerweise geht es aber über Klassenleitung/Klassenkonferenz und eine Entscheidung durch die Schulleitung. In Berlin (Sek I) wird z. B. ausdrücklich auf Grundlage von Lernentwicklungsbericht, Empfehlungen der Klassenkonferenz und ggf. schulpsychologischer Stellungnahme entschieden, und die Klassenkonferenz berät mindestens einmal im Schuljahr.

Wichtigster Punkt für Vertrauen & Ruhe: schriftliche Bestätigung

  • Bitte um schriftliche Rückmeldung (bewilligte Maßnahmen + Zeitraum).
  • Bitte um Dokumentation der Maßnahmen (damit es bei Lehrkräftewechsel nicht „neu diskutiert“ wird).
  • Wenn sich die Situation ändert: Überprüfung/Anpassung anstoßen.

Genau diese Dokumentation/Evaluation wird in Handreichungen als Standard empfohlen: Art/Umfang festhalten, regelmäßig prüfen, ob es funktioniert – und sauber nachweisen, dass es zielgleich bleibt.

Welche Unterlagen helfen in Sek I wirklich?

In Sek I ist es häufiger als in der Grundschule so, dass Schulen aktuelle Unterlagen sehen wollen – vor allem, wenn Maßnahmen prüfungsnah sind. Das Ziel ist nicht „Papier“, sondern eine klare Grundlage für eine passende Entscheidung.

Typische Unterlagen (je nach Fall)

  • fachärztliche / psychologische Diagnostik oder Stellungnahme
  • schulpsychologische Stellungnahme (wenn vorhanden)
  • schulische Beobachtungen / Förderplan / Lernentwicklungsbericht
  • bei LRS/Lesen-Rechtschreiben: je nach Land spezielles Verfahren (ggf. Feststellung)

Tipp: Unterlagen sollten beschreiben, welche Auswirkung besteht (z. B. Zeit, Reizverarbeitung, Lesen/Schreiben) und welche Maßnahmen sinnvoll sind. Das macht Entscheidungen schneller und stabiler.

Spezielle Hintergründe (Erklärseiten)

Für passende Maßnahmen (und eine Begründung, die in der Schule ernst genommen wird), nutze diese Seiten:

Andere Schulstufen

Wenn du einen Antrag für eine andere Schulstufe brauchst:

Häufige Fragen (Sek I)

Gilt der Nachteilsausgleich automatisch weiter?

In der Praxis wird in Sek I häufig mindestens einmal pro Schuljahr beraten/überprüft. Spätestens bei Schulwechsel oder deutlicher Veränderung der Situation wird oft neu geregelt.

Muss ich „Diagnose“ nennen?

Entscheidend ist die Auswirkung. Eine Diagnose/Stellungnahme kann helfen, ist aber nicht der einzige Punkt. Je prüfungsnäher die Maßnahme, desto wichtiger ist meist eine belastbare Grundlage.

Was ist das Wichtigste, damit es wirklich wirkt?

Schriftliche Bestätigung der Maßnahmen + klare Formulierungen, die im Schulalltag umsetzbar sind. Das verhindert Diskussionen bei Lehrerwechseln.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine schulrechtliche Beratung. Maßgeblich sind die schulischen Vorgaben und die landesrechtlichen Regelungen. Entscheidungen erfolgen im Einzelfall und zielgleich.

Hinweis zu AMTHERO-Formularen

Dieses Formular kann direkt online ausgefüllt werden. Im Anschluss wird automatisch ein druckbares PDF erstellt. Die Bearbeitung dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Nach oben scrollen